ArchitekturCumulus

Mit Herzblut planen für den Papierkorb…

Viele Projekte, die man als Architekt entwirft, landen im Papierkorb – viel Herzblut für nichts!? Nein. Ein Projekt, das nicht zur Ausführung kommt, ist nicht vergebens. Jeder neue Entwurf baut auf vergangenen Entwurfserfahrungen auf, die einem bei einem nächsten Projekt einen Schritt weiter bringen. Natürlich ist die Enttäuschung jedes Mal gross, wenn man sich wochenlang mit einem Entwurf beschäftigt hat und dann ein Projekt aus den unterschiedlichsten Gründen nicht zur Ausführung kommt.

Entwurf für einen Pavillon an Villa in Bassersdorf – Realisation noch nicht sicher…

Was können mögliche Gründe sein, die ein Projekt scheitern lassen: Einsprachen, die Kosten oder einen zweiten Platz an einem Wettbewerb, um nur einige wenige aufzuzählen. Ohne die totale Identifikation mit einer Entwurfsaufgabe ist gute Architektur nicht möglich. Trotzdem muss man es aushalten, wenn viele Entwürfe nie zur Ausführung kommen. Es ist vielfach schwierig, diese Tatsache nüchtern zu betrachten, ohne daran zu zerbrechen, was dann oft dazu führt, dass man als Architekt spezielle Charaktereigenschaften entwickelt, wie Dickköpfigkeit, Tendenz zum Egozentriker oder Idealismus, damit man es trotz allem schafft, überdurchschnittliche Architektur zu realisieren, gegen oft unüberwindbar scheinende Wiederstände.

Sicher gibt es komfortablere Berufe als Architekt, bezüglich Aufwand und Ertrag. Sobald jedoch der Beruf Architekt zur Berufung wird, spielt der Aufwand nicht mehr die Hauptrolle, was oft eine Gratwanderung ist…

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