ArchitekturCumulus

Architektur-Selfie :)

Von unten nach oben Ursi, Stani & pat vor: VM Housing, The Mountain, 8 Tallet, The Tietgen Students‘ Residence und Royal Danish Playhouse.

Unser diesjähriger Büroausflug führte uns – Ursi Bünter, Stanislava Janjic sowie mich – nach Kopenhagen. Siehe auch letzter Post vom 23. Juni 2017: «Die Erleuchteten».

Im Zeitalter von Internet ist es schon lange nicht mehr nötig, die besuchten Gebäude selber zu fotografieren. Auf dem Web sind meist viele, sehr gute Fotos von den besichtigten Architektur-Perlen zu finden.

Zwei Ausnahme gibt es jedoch immer noch: Wenn ich nicht nur die Schokoladenseite einer Baute dokumentiert haben will, muss ich oft selber zur Kamera greifen – wie zum Beispiel beim Olympiastadion in Beijing, das ich nach den Spielen besucht habe (vgl. Post «Ikonenarchitektur» vom 18. Mai 2010), oder wenn alle guten Architektur-Fotografien eines Gebäudes urheberechtlich geschützt sind und ich Bilder brauche für meinen Architektur-Blog «ArchitekturCumulus».

Seit unserem letzten Büroausflug hat sich für mich eine weitere, sehr interessante Form der Architekur-Fotografie herausgebildet: das «Architektur-Selfie» – eine lustige und persönliche Dokumentarform von Architektur. Das «Architektur-Selfie» steht diametral zur seriösen Architektur-Fotografie. Wir Architekten nehmen uns oft zu ernst, wollen überlegt und nachdenklich sein und vergessen dabei das Leben und die Menschen in der Architektur-Fotografie.

Die Schweizer Architekturzeitschrift «Werk, Bauen + Wohnen» nahm sich in der Ausgabe Nr. 5 – 2017 unter dem Titel «Starke Bilder» dem Thema Architektur und Fotografie an. Die häufig zu sterile und menschenleere Architektur-Fotografie wird zu recht kritisiert. Menschen sollten doch dann und wann mal, auch auf einer »seriösen« Architektur-Fotografie, möglichst ungestellt vorkommen – eventuell sogar mit einem Lachen…

Das «Architektur-Selfie» hat uns immer wieder spontan zum Lachen gebracht, neue Perspektiven auf die Sicht der besuchten Bauten eröffnet und so sofort einen festen Platz in unserem vollen Architektur-Reiseprogramm eingenommen :).

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