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Blog-Archiv für die Kategorie ‘Uncategorized’


«Our True Intent Is All For Your Delight»
Mittwoch, 16. November 2011 von Patrick J. Schnieper (1 Kommentar)

Der Titel «Our True Intent Is All For Your Delight - Unsere wahre Absicht ist da für Ihr Vergnügen» steht für die englischen Butlin Feriencamps-Postkartenserie der späten 1960er bzw. frühen 1970er Jahre.

Die englische Butlin Holiday Camps Company ermöglichte es englischen Arbeiterklasse-Familien, in England günstige Ferien zu verbringen; in einer (Alp)Traumwelt… voller Oberflächlichkeiten, wo selbst das berüchtigte englische Regenwetter die Stimmung nicht trüben konnte.

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Der Indoor Head Pool des Butlin Monsney Camp  I  Foto: Elmar Ludwig

Der aus Irland stammende Fotograf John Hinde war als Art Director verantwortlich für die Inszenierungen der surrealistischen, üppig farbigen, perfekt inszenierten Postkarten. Zusammen mit den beiden deutschen Fotografen Elmar Ludwig und Edmund Nägele und dem britischen Fotografen David Noble entstanden wunderbar schöne, seltsam anmutende Fotos, welche den Zeitgeist der neuen Arbeiterklasse im England der 1970er Jahre sehr schön dokumentieren.

Die Bilder sind reich an vielen kleinen Details. Es gibt vieles, was entdeckt werden will. Trotz der zahlreichen Details, welche für die Räume, Innenräume und Aussenräume wichtig sind, bleiben die Bilder immer oberflächlich. Die Menschen wirken wie Gegenstände, welche sich bewusst oder unbewusst mit Kitsch flashen. Durch das Spannungsfeld, der künstlich gemütlich gestalteten Räume und den fröhlich gleichgeschalteten Menschen entseht eine starke, surrealistische Atmosphäre.

Die John Hinde Postkartenfoto-Serie ist eine aufschlussreiche Architekturdokumentation; sie zeigt wunderbar den architektonischem Massengeschmack der 1960er Jahre, welcher in den Butlin’s Ferien Camps perfekt befriedigt wurde.

Buchtipp: Our True Intent Is All for Your Delight - The John Hinde Butlin’s Photographs

Die kubistische Evolution der Elan Rennskis
Sonntag, 23. Oktober 2011 von Patrick J. Schnieper (Kein Kommentar)

Die Skisaison wurde dieses Wochenende mit dem Damen und Herren Riesenslalom auf dem Rettenbachgletscher in Sölden gestartet, und somit auch die aktuellen Rennskimodelle «in Action» präsentiert. Letztes Jahr im September habe ich über die Modelle 2010/11, mit einem «red dot» ausgezeichneten Elan Rennskis (Elan Skidesign von Kubismus inspiriert) einen Beitrag geschrieben. Die Erwartung war natürlich gross, was Elan diese Saison präsentiert!

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Oben: Elan Slalomrennski Modell 2011/12 - Unten: letztjähriges Modell

Das aktuelle Ski-Design geht noch einen Schritt weiter bezüglich geometrisierender Abstraktion. Der Elan Schriftzug scheint sich im kubistischen Gesamtwerk, in den Farben Grün und Rot, kombiniert mit Grau, Schwarz und Weiss (Weiss wie der Schnee) aufzulösen.

Ich finde die kubistische Weiterentwicklung der slowenischen Designer «Gigodesign» gelungen, bis auf die etwas zu gross gewordene schwarze Fläche mit dem «richtigen Elan» Schriftzug. Ist der weisse, mittelgrosse Elan-Schriftzug auf schwarzem Grund ein Kompromiss der Marketingabteilung von Elan… damit das kubistische Design den Namen Elan nicht ganz auflöst?

The High Line Park – again and again…
Dienstag, 18. Oktober 2011 von Patrick J. Schnieper (Kein Kommentar)

Wenn ich jeweils im Herbst für drei Wochen in New York City bin, besuche ich ungefähr zwei mal die Woche den vor zwei Jahren eröffnete Park «The High Line», siehe auch Post vom 2. September 2009 - Gelungene Symbiose von Natur und Stadt über den Strassen von Manhatten. Der Park ist seit seiner Eröffnung ein richtiges Besuchermagnet geworden. Was macht den Ort auf Stelzen denn so attraktiv?

Die städtebauliche Perspektive ist einmalig, der Spaziergang auf der 2.3 Kilometer langen Parkanlage, Section I und II, auf über 10 Metern Höhe über den Strassen von Manhattan bietet eine neue und ungewöhnliche Sicht. Man sieht die Auto von oben, und die Häuserfassaden auf der Höhe des zweiten Obergeschosses mit den entsprechenden Einblicken in Büros, Galerien und Wohnungen! Auf dem «The High Line» Park zu flanieren - die Gehwege sind nicht sehr breit, ungefähr 3 Meter, entspricht der Breite der alten Eisenbahn-Trassees - ist vergleichbar mit einer Wanderung auf einem Grat in den Bergen. Links und rechts eine eindrückliche Aussicht auf Berge und Tal (Hochhäuser und Strassen) und Natur (Bepflanzung beidseits vom Gehweg). Der Park wirkt auch wie eine schmale lange Insel, belebt von vielen Menschen und umgeben von viel Luftraum. Ähnlich Manhattan, welches auch schmal und lang ist und ebenfalls dicht besiedelt ist, und links und rechts mit dem Houdson und East River grosse Freiräume hat.

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27. September 2011 - Sitzstufen und Wiese zwischen W22th und W23th Street

Die Lärm-Kulisse von New York City ist drei Stockwerke höher, zwischen Pflanzen und Bäumen, nur noch ein Teppich von Geräuschen: Das Rauschen der Pneus, die heulenden Sirenen, das Sprechen der Menschen und die Lüftungsanlagen auf den Dächern der Häuser, vermischen sich zu einem Meer ähnlichen Rauschen, welches relativ beruhigend wirkt…

Der Sonnenunterhang im September im «The High Line» Park, auf der Höhe zwischen W14th und W15th Street, im Bereich der Holzliegen ist ein Highlight. Die untergehende Sonne glüht mit voller Kraft rechtwinklig auf Manhatten zu, und lässt alle Gebäude, Pflanzen und Menschen in einer rot-orange farbigen Aura erscheinen.

Die surrealistische Welthauptstadt New York hat mit dem Park «The High Line» definitiv eine städtebauliche neue Dimension geschaffen, welche eine neue Perspektive bietet, auf einer der verrücktesten Plätze dieser Erde!

9/11 Memorial - New York
Freitag, 23. September 2011 von Patrick J. Schnieper (Kein Kommentar)

Ich besuchte das «9/11 Memorial» am letzten Sonntag Morgen und gestern Abend beim Eindunkeln. Wer die Absicht hat, das Denkmal zu besichtigen, sollte unbedingt am Abend gehen. Die Stimmung mit den beleuchteten Becken ist dann um ein vielfaches besser als am Tag!

Die städtebauliche Situation ist atemberaubend… Die beiden Pools (Footprints) bilden einen riesigen Freiraum mitten in Downtown-Manhattan. Beide Wasserfallbecken werden gefasst von unzähligen Hochhäusern, welche diesen Namen auch verdienen. Die vertikale Verdichtung rund um diesen Freiraum gibt diesem Platz speziell am Abend eine besondere Energie. Selbst die bei Tage wenig gelungenen Hochhäuser, wie zum Beispiel das neue halbfertige «One World Trade Center», sieht bei Nacht schön aus… Aus kalten verspiegelten Glasfassaden werden gelblich verpixelte, angenehm anzusehende Hochhäuser, die wie ein Feuerwerk rund um die beiden Memorial-Pools wirken.

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South Memorial Pool  I  Kamera «iPod touch»…

Die landschaftsarchitektonische Idee mit den beiden Wasserfallbecken in dunklem Naturstein, welche die beiden einstürzenden Türme symbolisieren, finde ich sehr gut. Auch das Bronzeband mit den eingestanzten Namen aller 9/11 Opfer, das die beiden Pools vierseitigt abschliesst, ist speziell bei Nacht eindrücklich mit den von hinten beleuchteten Namen. Das Wasser, das von der Parkebene in die etwa 10 Meter tiefer gelegenen Pools stürzt – das Wasser wird oben über einen feinen Rechen in linienförmige einzelne Wasserstrahlen aufgeteilt – erinnert mich abends, wenn der Wasserfall durch die Beleuchtung silbrig erscheint, an die Fassadenstruktur der beiden eingestürzten World Trade Center Zwillingstürme.

Der 9/11 Memorial Park, gestaltet von Landschaftsarchitekt Peter Walker aus Berkeley/San Francisco und dem New Yorker Architekten Michael Arad, ist eine weitere neue landschaftsarchitektonische Attraktion in Manhattan, neben dem vor zwei Jahren eröffneten Park «The High Line».

BMW Guggenheim Lab - New York
Freitag, 16. September 2011 von Patrick J. Schnieper (Kein Kommentar)

Das mobile «BMW Guggenheim Lab» der Architekten «Atelier Bow-Wow» aus Tokyo, befindet sich an der Houston Street at 2nd Avenue und ist seit dem 3. August bis 16. Oktober 2011 für alle offen, die an zeitgemässer und demokratischer Stadtentwicklung interessiert sind.

Gestern war ich am «Urban Design Week Launch». Es wurden die Gewinner des Wettbewerbs «By the City / For the City» präsentiert, welche innovative, verrückte, und auch relativ einfach realisierbare Vorschläge gemacht haben. Eine Idee ist, im Bauch der Staten Island Ferry eine Art Galerie einzurichten.

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BMW Guggenheim Lab New York – Blick Richtung Houston Street

Am Mittwochabend habe ich im Lab den Film «The Price of Sugar» gesehen. Die temporäre Architektur des Labs hat einen Charme, welcher perfekt zur Idee «Gemeinsam etwas entwickeln» passt. Alle Events sind kostenlos. Das Lab ist zwischen der Housten Street und der East 1st Street situiert und so von zwei Seiten zugänglich. In der Mitte sind auf zwei Seiten Bildschirme angebracht, ungefähr 4 Meter über dem Boden, welche das Publikum und den Raum in zwei Teile teilt. So ist es möglich, den Film zu schauen, und / oder die gegenüberliegenden Personen beim Film schauen zu beobachten… Übrigens: Die Produktion und Installation des Labs in New York wurde von der Schweizer Firma Nüssli aus Hüttwilen realisiert, welche weltweit auf temporäre Bauten spezialisiert ist.

Der Name «BMW Guggenheim Lab» steht für perfektes Marketing der Marke BMW. Der deutsche Automobil-Hersteller wird mit dem dreiteiligen Namen «BMW Guggenheim Lab» nicht als Automarke wahrgenommen, sondern eher als Kunstobjekt! Ich nehme BMW gerne als Kunstobjekt wahr, wenn dadurch ein solch innovatives öffentliches Raumgebilde (Lab) möglich wird. Zeitgemässe Stadtentwicklung gesponsert von BMW-Autofahrern…

Spatenstich Haus «Sunnerain» in Hertenstein bei Weggis
Montag, 5. September 2011 von Patrick J. Schnieper (Kein Kommentar)

Es ist so weit… der lang ersehnte Spatenstich! Nach einer intensiven Planungsphase und der Aushubabtransportsperrzeit (1. Juni bis 2. September), welche eingehalten werden musste, da der Bauplatz in der Tourismuszone liegt, konnten wir nun am Montag, den 5. September 2011 mit den Aushubarbeiten am Haus «Sunnerain» beginnen.

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Bauherrin beim Spatenstich… Wir hoffen auf nicht zu viel «Hertenstein» beim Aushub!

Mit einem Apéro wurde diesem bedeutenden und lang ersehnten Schritt der würdige Rahmen gegeben. Nun hoffen wir auf eine unfallfreie Baustelle und auf gnädige Wettergötter, damit das Haus auf Sommer 2012 termingerecht fertig wird.