SCHNIEPER ARCHITEKTEN
Neubau EFH Bucher in KnonauStudienauftrag Um- und Anbau Raiffeisenbank in Hochdorf Umbau Attika A. Schnieper-Jurt in EschenbachNeubau MFH 'wohnen vals' in ValsWettbewerb Mittelschule in StansUmbau Schule Bündtmättli 2 in MaltersNeubau Haus 'Sunnerain' in Hertenstein bei WeggisNeubau Haus Optiker in Buerglen bei LungernWettbewerb Altersheim in VellaNeubau Haus Stigler in Rieden SGSanierung Schulhaus Krauer in KriensWettbewerb Altersheim in MaienfeldStudienauftrag Tennisanlage Hotels BuergenstockNeubau Haus Familie Meyer-Berni in ValsNeubau Haus Raeber-Niederberger in WeggisStudienauftrag Feuerwehr- und Werkhofgebaeude in Kriens

Archiv von 2008


Haus Optiker in der Ausstellung “Bauen in der Landschaft” in Willisau
Samstag, 20. Dezember 2008 von Patrick J. Schnieper (Kein Kommentar)

Landschaft ist in der dicht besiedelten Schweiz ein kostbares Gut. Fast ein Viertel aller Gebäude in der Schweiz stehen ausserhalb der Bauzonen, werden angepasst, erweitert und umgenutzt und verändern so das Bild der Landschaft stetig. Die Ausstellung informiert über die aktuelle Situation in der Region, führt in die Gesetzgebung ein und zeigt Beispiele von Bauten, die auf gute Art Rücksicht auf die bestehende Umgebungslandschaft nehmen. Die Ausstellung ist eine Zusammenarbeit mit dem Innerschweizer Heimatschutz und der Architekturzeitschrift Karton. Sie basiert auf der Broschüre „Bauen ausserhalb der Bauzone“.

titel.jpg

Wann:
Freitag 16. Januar 20:00 Uhr Vernissage - Ausstellung bis 01. März 2009

Wo:
6130 Willisau, Müligass 7, Stadtmühle

Öffnungszeiten:
Samstag und Sonntag 14:00-17:00 Uhr, Mittwoch 17:00-19:00 Uhr oder nach Vereinbarung.

Führungen:
Samstag 07.02.09: 16:00 Uhr öffentliche Führung durch die Ausstellung mit Gerold Kunz, Architekt/Denkmalpfleger NW, Kriens/Stans.
Mittwoch 11.02.09: 18:00 Uhr öffentliche Führung durch die Ausstellung mit Peter Humm, Architekt, Luzern.

Diskussion:
Frreitag 30.01.09: 20:00 Uhr Podiumsdiskussion zum Thema „Bauen in der Landschaft“ mit Alois Hodel, Sekretär Bauernverband Luzern, Franziska Felber, Architektin Zürich, Franz Bucher, Architekt/Vertreter Innerschweizer Heimatschutz, Luzern, und Mario Conca, Abteilungsleiter Bewilligungs- und Koordinationszentrale, Kanton Luzern. Leitung Stefan Zollinger. Türkollekte.

Gassen-Architekten..
Montag, 1. Dezember 2008 von Patrick J. Schnieper (1 Kommentar)

Der Graubündner Architekt Valerio Olgiati hat in Flims ein neues Bürohaus für sich gebaut. Wie bei all seinen Projekten (gelbes Haus in Flims, Schulhaus in Paspels, Nationalparkzentrum in Zernez oder das Atelier Haus Bardill in Scharans) hat Olgiati bewiesen, dass er ein Architekt ist, der es versteht, auf den Ort und seine Umgebung einzugehen. Auch der Neubau seines Büros in der Flimser Dorfzone fügt sich sehr gut in die bestehende Dorfstruktur ein.
Das Erdgeschoss (der Autounterstand)  ist ein offener Raum, über welchem das Bürohaus aus dunkel gebeiztem Tannenholz zu schweben scheint. Das Haus mit einem quadratischen Grundriss von ca. 11 x 11 Meter, liegt auf einem Betontisch, welcher über vier randseitigen Betonstützen und einem zentralen Treppenturm getragen wird. Hangseitig ist das Haus von einer Stützmauer gefasst, welche in etwa einem halben Meter vom Haus losgelöst das Erdgeschoss gegen den Hang abschliesst. Durch die Fuge zwischen Haus und Umfassungs-Mauer strömt Licht in das offene Parkdeck, welches sich talseitig öffnet.
Im Obergeschoss ist ein Grossraumbüro, zoniert durch den mittigen Treppenturm aus Beton, welches hang- und talseitig mit grossen Fenstern vollständig verglast ist. Das viele Tageslicht ist nötig, welches durch die grossen Fenster in den Büroraum strömt, da der Boden, die Wände und auch die Decke einheitlich mit dem gleichen, schwarz gebeizten Tannenholz ausgekleidet sind wie die Fassaden. Die Büromöbel, Tische und Stühle sind alle schneeweiss gehalten, was eine sehr schöne Raumstimmung erzeugt.
Im Dachgeschoss unter dem First ist ein offener Sitzungsraum, welcher zweiseitig von den beiden traufseitig angeordneten Lichtkanonen, welche das Licht bis ins Obergeschoss bringen, belichtet wird.

0052blog001108.jpg

Büroraum als Teil des Gassen-Raums und umgekehrt.  Im Hintergrund der Treppenturm.

Was für mich spannend ist in so dörflicher Nachbarschaft (vergleiche Blogbeitrag „Strassen-Architekten“ vom 13.Oktober 2007)  sind die grossen Fenster hangseitig im Bereich der Büroarbeitsplätze gegen die beiden schmalen Dorfsgassen. Man hat beinahe das Gefühl,  durch das Büro zu laufen, speziell bei Nacht. Das Büro wird Teil des Gassen-Raums und umgekehrt!

Städtebauliches und ökonomisches Potenzial von intelligenten Siedlungsstrukturen
Dienstag, 11. November 2008 von Patrick J. Schnieper (Kein Kommentar)

Was sind „intelligente Siedlungsstrukturen“? Intelligente Siedlungsstrukturen lassen sich nicht mit üblichen Bauzonenplänen definieren! Das Denken in Schemas, wie zwei- oder dreigeschossige Wohnzonen, lassen keine städtebaulich und ökonomisch sinnvollen Lösungen zu. Interessante Räume entstehen, wenn Gebäude in einem vorgegebenen Mass unterschiedlich hoch sind. Keine Teppichmuster-Überbauungen! Die Unterschiede in der Höhe der Gebäude darf nur minimal sein, d.h. plus/minus 35 Prozent, damit die hohen Häuser nicht bedrohlich wirken. Achtgeschossige Häuser werden nicht als “Hochhäuser” empfunden, was ein sehr wichtiger Punkt ist bezüglich Wohnqualität vieler Wohnquartiere in der Schweiz. Im weiteren zeichnet eine intelligente Siedlungsstruktur die sinnvolle Verdichtung aus. Viele neue Überbauungen werden leider immer noch nach dem Schema Vier- oder Fünfgeschossig plus Attika gebaut!

Die drei grafischen Modellbeispiele sollen aufzeigen, dass eine intelligente Siedlungsstruktur aufgrund subtiler Verdichtung in der Höhe die Wohnqualität einer Siedlung nicht schmälert, sondern klar verbessert kann.

Für die drei Modellbeispiele, verschiedene Parzellenformen, gilt folgende Ausgangslage:

- Landfläche 1000 m2
- Landpreis Fr. 500.-
- Gebäude und Grenzabstände mindestens halbe Fassadenhöhe
- alles 4 1/2-Zimmerwohnungen
- Bruttowohnfläche 124 m2 pro Wohnung  plus Treppe und Lift 13 m2 pro Wohnung
- Nettowohnfläche 108 m2 pro Wohnung (ohne Innen- und Aussenwände)
- Balkon pro Wohnung 28 m2
- Ausnützungsziffer-Fläche (AZ) pro Wohnung 137 m2 (ohne Aussenwände)

Modellbeispiel A: Grundstück 100 x 100 Meter
- Häuser gelb: AZ 1.233 / Häuser orange: AZ 1.233
- Häuser gelb: 90 Wohnungen / Häuser orange: 90 Wonungen
- Häuser gelb: Grünfläche 7030 m2 / Häuser orange: Grünfläche 7690 m2
- Häuser gelb: 5 Geschosse / Häuser orange: 5-8 Geschosse
teil1_4404.jpg
Gelbe Häuser links: das klassische Siedlungsmuster - alle Häuser sind fünfgeschossig, was monoton und wenig identitätsstiftend wirkt.  Die orangen Häuser rechts sind fünf-, sieben- und achtgeschossig, was der Siedlungsstruktur Charakter und Identität gibt. Der Landpreis ist bei beiden Lösungen Fr. 55′555.- pro Wohnung.

Modellbeispiel B: Grundstück 133 x 75 Meter
- Häuser gelb: AZ 1.096 / Häuser orange: AZ 1.233
- Häuser gelb: 80 Wohnungen / Häuser orange: 90 Wohnungen
- Häuser gelb: Grünfläche 7360 m2 / Häuser orange: Grünfläche 7690 m2
- Häuser gelb: 5 Geschosse / Häuser orange: 5-8 Geschosse
teil2_4403.jpg
Der Landpreisanteil pro Wohnung liegt bei den gelben fünfgeschossigen Häusern bei Fr. 62′500.- und bei den orangen Häusern, die fünf-, sechs-, sieben- und achtgeschossig sind, bei Fr. 55′555.-. Auf dem gleichen Grundstück können zehn 4 1/2-Zimmerwohnungen mehr gebaut werden, ohne Einbusse an Wohnqualität!

Modelleispiel C: Grundstück 50 x 200 Meter
- Häuser gelb: AZ 0.959 / Häuser orange: AZ 1.233
- Häuser gelb: 70 Wohnungen / Häuser orange: 90 Wonungen
- Häuser gelb: Grünfläche 7690 m2 / Häuser orange: Grünfläche 8020 m2
- Häuser gelb: 5 Geschosse / Häuser orange: 5-8 Geschosse
teil3_4402.jpg
Die am wenigsten geeignete Grundstückform von den drei Modellvarianten bezüglich Ausnützungsziffer und klassischer Gebäudehöhe ist die stark rechteckige Form. Der Landpreisanteil pro Wohnung liegt beim gelben fünfgeschossigen Haus bei Fr. 71′428.- und bei den orangen Häusern, die sieben- und achtgeschossig sind, bei Fr. 55′555.-. Auf dem gleichen Grundstück können durch eine flexible Gebäudehöhe zwanzig 4 1/2-Zimmerwohnungen mehr gebaut werden!

Haus Optiker: Impressionen Hausbesichtigung vom 11.Oktober 2008
Montag, 13. Oktober 2008 von Patrick J. Schnieper (Kein Kommentar)

01bild.jpg

von links - Geri Keller-Stolz im Gespräch mit  Mette Skouhus und Aldo Bombeli

02bild.jpg

Guschti und Agnes Keller-Husmann

03bild.jpg

rechts - Christoph Tofaute (Bauingenieur) mit Familie - hält das Haus?

04bild.jpg

rechts - August Keller im Gespräch mit seinem ehemaligen Lehrmeister Hans Hugentobler

05bild.jpg

rechts - Ursi und Michael Bünter-Fölmli mit Umbaugedanken…

06bild.jpg

mitte Hans Gasser (Bauleiter) in weissem Hemd, ganz links Christoph Tofaute

07bild1.jpg

ganz rechts - Joke Optiker (Gastgeberin)

08bild.jpg

drei Frauen von hinten - von links Steffi Walker, Laura Berni Meyer und Adriana Beretta

09bild.jpg

von rechts - Adriana Beretta (Kunst am Bau), Joseph Optiker (Gastgeber), Anne und Kurt Schreiber

11bild.jpg

von links - Irené und Tom Lötscher im Gespräch mit Bruni und Heini Portmann

12bild1.jpg

von links - Architekt Patrick J. Schnieper, Dr. Jürg Jansen, Antoinette Schnieper-Jurt

Blendfreie Lichtführung in der Architketur
Samstag, 11. Oktober 2008 von Patrick J. Schnieper (Kein Kommentar)

Das Kunstlicht gibt der Natur und der gebauten Architektur ein zweites, meist ganz anderes Gesicht. Wie schon im Blogbeitrag «Kunstlicht in der Architektur» beschrieben, ist eine sorgfältige Planung sehr wichtig.

blog2.jpg

Haus Optiker, Nordwestfassade  I  Foto: Roger Frei, Zürich

Die Leuchten für das Haus Optiker in Lungern bei Bürglen hat die Firma Neuco aus Zürich geliefert, die zusammen mit dem Architekten auch für die Lichtplanung verantwortlich war. Für schönes, homogenes und blendfreies Licht stehen die Niedervolt-Halogenlampen «Skim Linsenwandfluter» der Firma Neuco. Die bündig in die Decke eingebauten Linsenwandfluter mit Schattenfuge wurden im Entree, Büro, Wohnen und Vorplatz-Bibliothek verwendet. Die weissen Wandbalkenleuchten im Atrium und Autounterstand, bündig in die Betonelemente eingelassenen, ergänzen die Geometrie der Betonelemente mit ihren horizontalen und vertikalen Schattenfugen sehr schön.
Bilder zu den verwendeten Leuchten im Haus Optiker sind unter Referenzen auf der Homepage der Firma Neuco zu sehen.

Open House New York Weekend
Samstag, 4. Oktober 2008 von Patrick J. Schnieper (Kein Kommentar)

Dieses Wochenende ist es wieder soweit: Am 4. und 5. Oktober können in New York und Umgebung zum sechsten Mal diverse Häuser besichtigt werden, die normalerweise nicht öffentlich zugänglich sind. Die Auswahl fängt beim Woolworth Building an und endet beim im Frühling neu eröffneten New Museum an der Bowery,  mit einer Führung durch einen ehenmaligen SANAA-Architekten.

guidecover2008.jpg

Ich finde die «openhouse» Idee sehr gut, das wäre doch etwas für Luzern und Umgebung! Im weitern können auch verschiedene Architekturbüros besucht werden  also beste Werbung für das gute Bauen. Ich hoffe, ich finde dieses Wochenende die Zeit, um das eine oder andere Haus zu besichtigen.