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Blog-Archiv für Dezember, 2008


Haus Optiker in der Ausstellung “Bauen in der Landschaft” in Willisau
Samstag, 20. Dezember 2008 von Patrick J. Schnieper (Kein Kommentar)

Landschaft ist in der dicht besiedelten Schweiz ein kostbares Gut. Fast ein Viertel aller Gebäude in der Schweiz stehen ausserhalb der Bauzonen, werden angepasst, erweitert und umgenutzt und verändern so das Bild der Landschaft stetig. Die Ausstellung informiert über die aktuelle Situation in der Region, führt in die Gesetzgebung ein und zeigt Beispiele von Bauten, die auf gute Art Rücksicht auf die bestehende Umgebungslandschaft nehmen. Die Ausstellung ist eine Zusammenarbeit mit dem Innerschweizer Heimatschutz und der Architekturzeitschrift Karton. Sie basiert auf der Broschüre „Bauen ausserhalb der Bauzone“.

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Wann:
Freitag 16. Januar 20:00 Uhr Vernissage - Ausstellung bis 01. März 2009

Wo:
6130 Willisau, Müligass 7, Stadtmühle

Öffnungszeiten:
Samstag und Sonntag 14:00-17:00 Uhr, Mittwoch 17:00-19:00 Uhr oder nach Vereinbarung.

Führungen:
Samstag 07.02.09: 16:00 Uhr öffentliche Führung durch die Ausstellung mit Gerold Kunz, Architekt/Denkmalpfleger NW, Kriens/Stans.
Mittwoch 11.02.09: 18:00 Uhr öffentliche Führung durch die Ausstellung mit Peter Humm, Architekt, Luzern.

Diskussion:
Frreitag 30.01.09: 20:00 Uhr Podiumsdiskussion zum Thema „Bauen in der Landschaft“ mit Alois Hodel, Sekretär Bauernverband Luzern, Franziska Felber, Architektin Zürich, Franz Bucher, Architekt/Vertreter Innerschweizer Heimatschutz, Luzern, und Mario Conca, Abteilungsleiter Bewilligungs- und Koordinationszentrale, Kanton Luzern. Leitung Stefan Zollinger. Türkollekte.

Gassen-Architekten..
Montag, 1. Dezember 2008 von Patrick J. Schnieper (1 Kommentar)

Der Graubündner Architekt Valerio Olgiati hat in Flims ein neues Bürohaus für sich gebaut. Wie bei all seinen Projekten (gelbes Haus in Flims, Schulhaus in Paspels, Nationalparkzentrum in Zernez oder das Atelier Haus Bardill in Scharans) hat Olgiati bewiesen, dass er ein Architekt ist, der es versteht, auf den Ort und seine Umgebung einzugehen. Auch der Neubau seines Büros in der Flimser Dorfzone fügt sich sehr gut in die bestehende Dorfstruktur ein.
Das Erdgeschoss (der Autounterstand)  ist ein offener Raum, über welchem das Bürohaus aus dunkel gebeiztem Tannenholz zu schweben scheint. Das Haus mit einem quadratischen Grundriss von ca. 11 x 11 Meter, liegt auf einem Betontisch, welcher über vier randseitigen Betonstützen und einem zentralen Treppenturm getragen wird. Hangseitig ist das Haus von einer Stützmauer gefasst, welche in etwa einem halben Meter vom Haus losgelöst das Erdgeschoss gegen den Hang abschliesst. Durch die Fuge zwischen Haus und Umfassungs-Mauer strömt Licht in das offene Parkdeck, welches sich talseitig öffnet.
Im Obergeschoss ist ein Grossraumbüro, zoniert durch den mittigen Treppenturm aus Beton, welches hang- und talseitig mit grossen Fenstern vollständig verglast ist. Das viele Tageslicht ist nötig, welches durch die grossen Fenster in den Büroraum strömt, da der Boden, die Wände und auch die Decke einheitlich mit dem gleichen, schwarz gebeizten Tannenholz ausgekleidet sind wie die Fassaden. Die Büromöbel, Tische und Stühle sind alle schneeweiss gehalten, was eine sehr schöne Raumstimmung erzeugt.
Im Dachgeschoss unter dem First ist ein offener Sitzungsraum, welcher zweiseitig von den beiden traufseitig angeordneten Lichtkanonen, welche das Licht bis ins Obergeschoss bringen, belichtet wird.

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Büroraum als Teil des Gassen-Raums und umgekehrt.  Im Hintergrund der Treppenturm.

Was für mich spannend ist in so dörflicher Nachbarschaft (vergleiche Blogbeitrag „Strassen-Architekten“ vom 13.Oktober 2007)  sind die grossen Fenster hangseitig im Bereich der Büroarbeitsplätze gegen die beiden schmalen Dorfsgassen. Man hat beinahe das Gefühl,  durch das Büro zu laufen, speziell bei Nacht. Das Büro wird Teil des Gassen-Raums und umgekehrt!