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Blog-Archiv für Mai, 2009


Entrée Haus Optiker
Samstag, 30. Mai 2009 von Patrick J. Schnieper (Kein Kommentar)

Nach vielen Diskussionen und Gedanken zwischen dem Bauherrenpaar, dem Architekten und der Künstlerin Adriana Beretta ist das zweite Werk von Adriana im Haus Optiker, zusätzlich zur Metallskulptur “Costruire il vuoto”, am letzten Mittwoch im Entrée platziert und gefeiert worden!

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Die vier raumhohen Bilder in den beiden Farben Rot und Gelb, mit drei unterschiedlichen Oberflächenstrukturen (siehe unten) geben dem Entrée eine positive Energie ohne aufdringlich zu wirken. Die Antizipation ist immer etwas schwieriges. Welche Farbe soll die Wand haben; Gold, Rot oder Anthrazit? Wo soll der funktionale Teil wie Sitzbank und Spiegel plaziert werden?

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Das Entrée gibt dem Gast, der ein Haus betritt, einen ersten Einduck der Menschen die dort leben. Und die Bewohner betreten oder verlassen das Haus immer über diesen Raum - ein wichtiger “Durchgangsraum”, der mehr oder weniger bewusst immer wieder neu erlebt wird, mit all den Gedanken, die man in sicht trägt.

Das atmosphärisch Geglückte ist ein Zusammenspiel von Teilen, welche nicht gedacht werden können.

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Oberflächenstrukturen der vier Oelbilder

Ein Nest ohne Vögel…
Samstag, 16. Mai 2009 von Patrick J. Schnieper (Kein Kommentar)

Das Olympia Stadion „Birds Nest“, nördlich und ausserhalb des Zentrums von Beijing, zwischen vierter und fünfter Ringstrasse, ist im Moment nur noch eine Touristenattraktion: Siehe Weltwoche 19/09 “Zerzaustes Vogelnest”.

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Foto: dpa

Ich habe die Baustelle im Herbst 2007 selber besucht und mich damals schon gefragt, als ich gesehen habe, wie die vielen Stahlteile vor Ort zusammengeschweisst wurden, wie das Stadion wohl in ein paar Jahren ausehen wird, bei der nicht gerade sauberen Luft in Beijing! Nun - die Konstruktion ist das eine. Viel wichtiger war für mich damals schon die Frage, warum ein so wichtiges und teures Stadion nicht an zentralerer Lage gebaut wird? Der Standort des „Beijing Workers Stadium“, im ummittelbaren Herzen von Beijing, wäre für mich ein viel besserer Standort gewesen. Das Workers Stadium liegt im Ausgangsviertel „Sanlitun“, wo auch  die beiden Botschaftsviertel „Sanlitun Embassy Area“ nördlich und das „Ritan Embassy Area“ südlich liegen - einer Gegend voller Leben. Die Idee der Architekten Herzog de Meuron, dass das Olympia Stadion ein öffentlicher Platz werden soll, wäre am Ort, wo das Workers Stadion steht, sehr gut umsetzbar gewesen. Ein multifunktionales Stadion für Fussballspiele, Golden League Leichtathletik-Meetings, Konzerte und vieles mehr, ähnlich dem Madison Square Garden in New York. Leider ist es anders gekommen: Das Workers Stadium (gebaut 1959) wurde für die Austragung der Fussballspiele an den Olympischen Spielen 2008 renoviert.  Nun hat Beijing mit dem Workers Stadium ein architektonisch mittelmässiges Stadion, welches rege genutzt wird und mit dem “Birds Nest” ein Kunstwerk, das am falschen Ort steht, und dem dadurch das Schicksal vom schleichenden Zerfall droht, wie es schon vielen Olympia Stadions ergangen ist!

Vögel schauen immer genau, wo und wie sie ihre Vogelnester bauen, damit das Nest auch mehrmals genutzt werden kann…