Das Einfamilienhaus befindet sich auf einem Hügel
ausserhalb des Dorfes Knonau, am westlichen Rand eines weitläufigen
landwirtschaftlichen Grundstücks. Die bewusste Zensur zwischen dem
landwirtschaftlichen Betrieb und dem grosszügigen Wohnen für die
achtköpfige Familie wurde mit der westlichen Ausrichtung des Gebäudes
erreicht. Eine grosszügige Einfahrt führt den Besucher direkt auf ein
vom Boden her beleuchtetes Seerosenbecken zu, in dem sich das Wetter
mit all seinen Facetten spiegelt. Die Fassade des Hauses besticht durch
grosse Fensteröffnungen. Im Innern werden dadurch gut belichtete und
attraktive Räume geschaffen. Abgesehen von den Schlafzimmern, die
Parkettböden enthalten, wurden alle anderen Räume mit einem grünlichen
Kalkstein ausgekleidet. Nach oben entwickelt sich das Haus über drei
Ebenen. Der Grundriss des Erdgeschosses enthält drei Kinderzimmer mit
einer Nasszelle, einen Waschraum, einen Technikraum sowie diverse
Kellerräume. Durch das Entree des Autounterstandes wird der Besucher
über die Haupttreppe ins Obergeschoss geführt. Das Obergeschoss ist
geprägt durch grosszügige Räume - einen Wohnbereich, eine nicht
alltägliche Küche und ein Büro. Vom lichtdurchfluteten Wohn- und
Essbereich gelangt man auf eine fast vollständig gedeckte Terrasse, die
mit einem Holzrost ausgekleidet ist. Auf dieser Terrasse wird einem
eine imposante Aussicht auf das Dorf und die Bergwelt geboten. Durch
das Atrium wird diese Rundsicht mit einem wunderschönen Blickfang auf
das Seerosenbecken ergänzt. Die Küche wird durch ein grosses Oblicht,
über dem Waschbecken, sowie durch ein grosses fassadenbündiges Fenster
belichtet. Das Dachgeschoss enthält weitere Kinderschlafzimmer und ein
Elternschlafzimmer. Ergänzt werden diese Räumlichkeiten mit einer
Bibliothek. Das Badezimmer des Elternschlafzimmers wird mit einem
Oblicht direkt über der Badewanne mit Zenitlicht beleuchtet, von wo
man das Wolkenspiel beobachten kann.
Text: August Keller, Schnieper Keller Architekten