Der schöne und gepflegte Garten des grosszügigen Einfamilienhauses aus
den 70iger Jahren war sehr arbeitsintensiv. Die Bewohner wünschten sich
eine Neugestaltung in einer klaren und reduzierten Formensprache
kombiniert mit einem massiven Sichtschutz und einem geringeren
Unterhaltsaufwand.
Die Vorstellungen der Bewohner wurden mit einer Gartengestaltung
verwirklicht, die sich durch fünf Elemente definiert: einer Treppe,
einem Wasserspiegel, Wände, Eiben und Kiesflächen.
Die beiden Wände aus antrazitfarbigen Vollkernplatten dienen als
Sichtschutz und Abgrenzung zu den Nachbarn und umfassen den gesamten
südlichen Garten. Dazwischen spannt sich ein parkähnlicher Raum mit
zwei Kiesflächen auf, die mit einer gartenbreiten Betontreppe verbunden
sind. Ein Wasserbecken auf dem unteren Niveau spiegelt die Stimmungen
des Wetters und ist Blickfang und Zentrum des Gartens. In den
Kiesflächen hinter dem Wasserbecken stehen Säulen-Eiben. Sie sind
unregelmässig entlang des Sichtschutzes angeordnet und stehen im
Kontrast zur strengen Gartengestaltung. Die immergrünen Säulen-Eiben
inszenieren sich mit Spiegelungen im Wasserbecken und geben der
Nachtbeleuchtung mit Bodenlampen ihre Gestalt. Antrazitfarbige
Kunststeinplatten belegen die Sitzplätze vor dem Haus. Daneben bringen
die seitlich am Haus angeordneten, grossen Blumenkisten Farbe in das
fast monochrome Umfeld. Für die Abrundung des Gesamterlebnis Garten
sorgt in fahrbaren Metallbehältern der Bambus mit leise raschelnden
Blättern.
Die besondere Ausstrahlung erhält der Garten durch seine Klarheit und
der Reduktion auf wenige Materialien und Pflanzen. Er wird dadurch zum
schützenden, ruhigen Ort, wo man die Kräfte für den Alltag sammeln
kann.